Die Brauerei Fässla

Das Fässla gehört ohne Zweifel zu jenen Häusern, die dem Antlitz der Bamberger Innenstadt ganz charakteristische Züge verleihen. Die wunderschöne alte Fassade präsentiert sich derzeit so, wie die Brauereien in den 50er Jahren ausgesehen haben: Mit einer breiten Eingangspforte, durch die damals noch die Pferdekutschen fuhren. Die Geschichte dieser Brauerei reicht bis ins Jahr 1649 zurück, also bis ein Jahr nach Ende des 30-jährigen Krieges. Wer heute das schmucke Haus mit seiner unverwechselbaren Fassade betritt, sieht sich praktisch überall mit einer Art Familienwappen konfrontiert: Einem Zwerg nämlich, der ein Bierfass rollt. Auf der Fassade, auf den Bierkrügen, auf Glas, Bierdeckeln, ja sogar in sämtlichen Stuhllehnen findet sich dieses unverwechselbare Markenzeichen. Ein kleines Video zeigt mittlerweile, wie das Zwergla in den Prozess der Bierfertigung miteingebunden ist:

Sebastian Kalb und sein Sohn Roland, beide Bräu vom Fässla und Inhaber zugleich, lassen ihren Gästen neben traditionellem Lagerbier, einem Gold-Pils und dem Zwergla, einem dunklen Märzen, auch ein Bambergator servieren, mit sage und schreibe 22 % Stammwürze das stärkste Bamberger Bier überhaupt. Dazu gibt’s die gesamte Palette der fränkischen Küche, warm und kalt.

Übrigens: Wem das eine oder andere Glas Bambergator zu sehr zu schaffen machen sollte, kann in einem der mittlerweile 46 Fässla-Betten auch gleich übernachten. Bei soviel Tradition hat die Familie Kalb aber auch den technischen Fortschritt nicht zu kurz kommen lassen: In den letzten zehn Jahren ist eine gesamte neue Brautechnik in Betrieb genommen worden, die sich durch die Seitenfenster der Brauerei begutachten lässt.

Quelle: Düthorn, 100 Brauereien. Bamberg, 2005.
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