Bock auf Bier?

Kaum ist die Kerwa-Zeit vorbei und schon verlieren die ersten Bäume ihre Blätter. Für viele Bierliebhaber ist dies ein gutes Zeichen: Es dauert nicht mehr lange und der erste Bockbieranstich steht bevor. Doch was ist eigentlich Bockbier und warum wird es nur zu bestimmten Jahreszeiten gebraut?
Ich hab mir für Euch einmal das Thema angeschaut :)

Mit dem Ziegenbock hat das Bockbier gar nichts zu tun...

Mit dem Ziegenbock hat das Bockbier gar nichts zu tun…

Historie des Bocks

Etymologisch ist das Bockbier auf die damalige Hansestadt Einbeck zurück zu führen. Hier wurde schon im 13. Jahrhundert ein starkes und beliebtes Bier gebraut, das bis nach Italien exportiert wurde. Um die Haltbarkeit zu gewährleisten, arbeitete man mit einer hohen Stammwürze und einem erhöhten Alkoholgehalt. Aber nicht nur Einbeck braute Starkbier: Auch in den Klöstern wurde, gerade zur Fastenzeit, starkes und würziges Bier gebraut, denn es war nährstoffhaltiger als das normale Bier. Ich kann mir gut vorstellen, dass es gerade in der Fastenzeit sehr lustig in den Klöstern zuging 😉

Obwohl die Fastenzeit im Frühling anfängt, wurde Bock traditionell im Herbst gebraut und dann den Winter über eingelagert. Das hatte mit der Erntezeit von Geste und Hopfen zu tun. Für die Brauereien gab es aber, im Gegensatz zu den Klöstern, keinen Grund das Bier so lange unter Verschluss zu halten. Aus diesem Grund kann man schon ab Oktober den starken Gerstensaft genießen. Im Mai gehört dann für Viele der Maibock auf den Tisch.

Technisch ist es mittlerweile natürlich möglich, ganzjährig Bock zu brauen. Deshalb bekommt man auch in gut sortierten Getränkemärkten diverse Sorten unterm Jahr. Allerdings ist es hier wahrscheinlich wie mit den Lebkuchen: Diese bekommt man zwar auch schon ab Ende August in jedem Supermarkt. Richtig gut schmecken sie aber erst, wenn die Adventszeit beginnt.

Wann ist ein Bock ein Bock?

Natürlich darf sich nicht jedes Bier einfach Bockbier nennen. Der Gehalt der Stammwürze muss mindestens 16% betragen. Ab 18% darf sich ein Bock dann Doppelbock nennen oder die Nachsilbe -ator tragen. Das berüchtigtste Beispiel ist hier wohl der Bambergator von Fässla. Er ist mit 21% Stammwürze und einem Alkoholgehalt von 8,5% das stärkste Bier der Stadt.

Bockbieranstich? Ja, bitte!

Eine kurze Google-Recherche gibt Euch natürlich genügend Auskunft über sämtliche Bockbieranstiche in der Region Bambergs. Ein paar meiner Favoriten habe ich Euch hier einmal zusammen gefasst:

08.10.: Brauerei Schlenkerla
16:00-23:00

09.10.: Brauerei Keesmann
16:30-23:00

09.10.: Brauerei zur Sonne, Bischberg
18:00-23:00

10.10.: St. Georgenbräu, Buttenheim
19:00-23:00

16.10.: Mahrs Bräu
19:00-23:00

22.10.: Fässla
15:00-23:00

24.10.: Brauerei Höhn, Memmelsdorf
17:00-23:00

31.10.: Hübner Bräu im Stilbruch
16:00-23:00

06.11.: Brauerei Spezial (neu!)

31.10.: Brauerei Binkert, Breitengüßbach (geändert!)
17:00-23:00

13.11.: Brauerei Wagner, Merkendorf
11:00-23:00

19.11.: Brauerei Greifenklau
Uhrzeit habe ich nicht gefunden

20.11.: Brauerei Drei Kronen, Scheßlitz
17.00-23:00

26.11.: Ambräusianum
18:00-23:00

28.11.: Hausbräu Stegaurach
16:00-23:00

Einige Termine stehen wohl noch nicht fest. Wenn Ihr die Liste ergänzen könnt, würde ich mich über eine kurze Nachricht von Euch freuen :)

Ansonsten wünsche Ich Euch natürlich eine schöne Bockbier-Zeit. Nicht vergessen: Don’t drink and drive 😉

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